Die Entstehung der Stromversorgung im Bereich der EVG-Perlesreut

Die erste Eintragung über das Vorhandensein eines elektrischen Stroms in Perlesreut stammt aus dem Jahre 1908, wo der Tabakfabrikant Herr Bogenstätter die Gemeinde ersucht, zwei Drähte über die Distriktstrasse spannen zu dürfen, zwecks Abgab elektrischen Stromes. Die Überleitung wurde genehmigt, ebenso die Überspannung der Ortschaft Perlesreut und des Gemeinde-Verbindungsweges nach Kühbach.

Die Lichtmaschine wurde von einem Dieselmotor betrieben. Das Aggregat stand im Keller der früheren Arztpraxis von Hr. Dr. Ludwig und war seinerzeit das Maschinenhaus. Von hier aus hat Herr Bogenstätter das erste elektrische Licht in den Markt gebracht und in kleinem Umfang Strom geliefert. In diesem Maschinenhaus standen auch einige Batterien, die tagsüber durch das Dieselaggregat aufgeladen wurden und bei Nacht für die Versorgung der paar elektrischen Glühbirnen ausreichten, die seinerzeit im Markt angeschlossen waren.

Nachdem dieser behutsame Anfang in der Stromversorgung des Marktes durch den Defekt der Borgenstätterschen Dieselmaschine schon wieder zu Ende war, ergriff E-Werk Besitzer Müller von Wiesmühle in Fürsteneck die Gelegenheit und belieferte Strom an den Markt. Da ihm auch das E-Werk Diessensteinmühle gehörte, versorgte er von dort aus mit einer eigenen Leitung die Stromabnehmer in Perlesreut.

Am 25.02.1920 hat der bayr. Elektrizitäts-Wirtschaftsverband (Belwiband) das Leitungsnetz und Versorgungsnetz von Herr Müller aufgekauft und ist in die Stromlieferungsverpflichtungen und Rechte eingetreten.


Gründung einer Strom-Abnehmer-Vereinigung

Auf Einladung des damaligen 1. Bürgermeisters Josef Haller fand am 05.12.1922 nachmittags in dessen Gastlokal eine Versammlung der Stromabnehmer Perlesreut statt, bei der auch Herr Zivilingenieur Oskar Gerber, Regensburg, vom bayr. Elektrizitätsabnehmerverband - Kreisverband Niederbayern, als Redner gewonnen werden konnte.

Nachdem das Stromabnehmergebiet in Niederbayern für den Stromabgeberverband "Belwiband" groß genug und die Stromabnehmerverträge abgeschlossen waren, wurden die anfänglich billigen Strompreise stetig erhöht. Diese Strompreise wären mit den Erzeugungs-, Verwaltungs- und sonstigen Aufwandskosten des Belwibandes nicht in Einklang zu bringen, nachdem die Stromerzeugung mit der billigen Wasserkraft (wenigstens zum größten Teil) erfolgte. In ganz Deutschland fand man nirgends so hohe Strompreise wie in Niederbayern vom Belwiband gefordert. Lt. Hr. Ziv. Ing Gerber zeigte vor allem für Perlesreut die Notwendigkeit auf, sich zu einer Stromabnehmervereinigung zusammenzuschließen, nachdem der hier gelieferte Strom ausschließlich mit der billigen Wasserkraft erzeugt sei, während sich die geforderten Strompreise nach dem Kohlenkrafterzeugungspreis richteten. Mit Unterschrift von 61 Anwesenden wurde die Stromabnehmervereinigung Perlesreut gegründet.


Gründung der Elektrizitäts-Versorgungs-Genossenschaft Perlesreut

Aus der Stromabnehmervereinigung Perlesreut heraus wurde am 10. März 1923 durch die Initiative des damaligen Tabakfabrikaten Hermann Wolf, die Elektrizitäts-Versorgungs-Genossenschaft Perlesreut (EVG) gegründet. Die folgenden Probleme haben die Abnehmerschaft Perlesreut zur Selbsthilfe gezwungen und waren die Hauptursache für die Gründung einer Elektrizitäts-Versorgungs-Genossenschaft:

  • die andauernde Unzufriedenheit in der bisherigen Elektrizitätsversorgung
  • das Vertrauensverhältnis zum Belwiverband
  • die unerschwinglichen Strompreise


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Genossenschaft Perlesreut eG
Bräuhausstr. 3, 94157 Perlesreut
Internet: www.evg-perlesreut.de

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